Musikinformatik in der Schule

Wie muss eine Unterrichtseinheit zum Musikprogrammieren gestaltet sein, damit sie Mädchen und Jungen gleichermaßen anspricht?

Im Forschungsprojekt wird eine Unterrichtseinheit zum Programmieren mit der Musikprogrammiersprache Sonic Pi konzipiert und in drei Forschungszyklen erprobt. Mithilfe von einerseits qualitativer Methoden wie Expert_inneninterviews, Schüler_inneninterviews, Lehrer_inneninterviews und teilnehmender Beobachtung und andererseits quantitativer Methoden wie Fragebogenerhebung wird die Unterrichtseinheit evaluiert. Auf Grundlage der Evaluationsergebnisse wird die Unterrichtseinheit angepasst und verbessert. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf einer gendersensiblen Unterrichtsgestaltung, die Mädchen und Jungen gleichermaßen anspricht. Desweiteren soll untersucht werden, ob und wie sich das Bild der Informatik nach der Unterrichtseinheit verändert hat und ob das Interesse an der Informatik gestiegen ist.

Projekttitel: Musikinformatik im Unterricht. Entwicklung und Untersuchung einer gendersensiblen Unterrichtseinheit zum Programmieren in der Sekundarstufe 1.

Das Projekt ist Teil des hochschulübergreifenden Projekts heiEDUCATION der Heidelberg School of Education, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Projektbeteiligte: Das Projekt wird von Esther Alzate Romero M.A. (Akademische Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg) durchgeführt. Prof. Dr. Christian Spannagel (Institut für Mathematik und Informatik, Pädagogische Hochschule Heidelberg) und Prof.in Dr. Barbara Paech (Institut für Informatik, Universität Heidelberg) betreuen das Forschungsprojekt.

 

 

Satellitenbilder im Geographieunterricht

Eine Studie zur Ableitung methodisch-didaktischer Design-Prinzipien im Kontext der Fernerkundungsdidaktik

Das Dissertationsvorhaben “Entwicklung einer adaptiven, webbasierten Lernumgebung für den Satellitenbildeinsatz im Geographieunterricht” wird im Rahmen des Projekts „Die Erde verstehen lernen – Einsatz moderner Satellitenbildtechnologie zur Erdbeobachtung für Jugendliche (Space4Geography)“ durchgeführt, das vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gefördert wird. Auf der Onlineplattform werden zehn Lernmodule angeboten, die das problemorientierte Arbeiten mit originalen Satellitenbildern zur Beantwortung geographischer Fragestellungen ermöglichen.

Die Entwicklung des Lernmoduls „Die Dürre in Kalifornien“ wird mit dem Forschungsansatz Educational Design Research wissenschaftlich begleitet, um einerseits die Einsetzbarkeit des Moduls im Schulalltag zu gewährleisten und andererseits Gestaltungsprinzipien für die Fernerkundungsdidaktik abzuleiten. 

Projektwebsite: http://rgeo.de/de/p/space/

Dissertationsprojekt: http://rgeo.de/de/p/rsd/

Person: Vera Fuchsgruber

Lehrercoaching Flipped

Wie müssen Coaching-Modelle gestaltet sein, damit Lehrerinnen und Lehrer digitale Medien nachhaltig in ihren Unterricht integrieren?

Im Forschungsprojekt werden Lehrercoachings mit dem Thema Flipped Classroom auf der Basis von Literatur aus verschiedenen Bereichen (Erwachsenenbildung, Kognitionspsychologie, klassische Coachingliteratur, Wissensmanagement,…) konzipiert. Ziel der Coachings ist es zum einen professionelles Wissen zum Einsatz von digitalen Medien im Unterricht zu fördern, zum anderen mit bestimmten Methoden auch positiven Einfluss auf Einstellungen gegenüber dem Einsatz von digitalen Medien im Unterricht zu nehmen. In mehreren Forschungszyklen werden die entwickelten Coachingmethoden erprobt. Über wissenschaftliche Begleitforschung werden prozessbegleitend Feedbacks eingeholt und am Ende jeden Zyklus Interviews mit den beteiligten Lehrpersonen geführt. Auf dieser Basis werden die Coachingkonzeptionen stetig weiterentwickelt. Die Ergebnisse werden in Form eines Leitfadens dokumentiert.

Website zum Projekt 

Einführung in das Thema Flipped Classroom

Projekttitel: Digitale Medien im Unterricht – Entwicklung professionellen Wissens
und professionsbezogener Einstellungen, Haltungen und Überzeugungen
durch Coaching

Das Projekt ist Teil des hochschulübergreifenden Projekts ProfiL – Professionalisierung im Lehrberuf, das vom Land Baden-Württemberg gefördert wird.

Projektbeteiligte: Das Projekt wird von Simone Dinse de Salas (Wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Institut für Mathematik und Informatik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg) durchgeführt. Prof. Dr. Christian Spannagel, Prof. Dr. Carsten Rohlfs  und Dr. Annette Schulze betreuen das Forschungsprojekt.

Computerunterstützte Gamifizierung von Unterrichtseinheiten in der Sekundarstufe I

Wie muss eine Online-Plattform zur Gamifizierung von Unterrichtseinheiten gestaltet sein, damit sie technisch und vom Game Design her reibungslos in den Unterrichts-Alltag integriert werden kann?
Im Rahmen dieses Forschungs- und Entwicklungsprojektes wurde die Online-Plattform QuesTanja erschaffen. Diese wird in vier Design-Zyklen in der Schule erprobt, evaluiert und verbessert. Ziel ist es, das Potenzial von computerunterstützter Gamification für einen möglichst selbstgesteuerten Unterricht auszuloten.
Mehr Informationen zum Projekt: Blog von Nando Stöcklin

Flip your class!

Wie können Lernvideos und digitale Medien in unterschiedlichen Schulfächern eingesetzt werden, um individuelle Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern anzustoßen und zu begleiten?

In dem Berliner Schulprojekt „Flip your Class!“ werden in enger Zusammenarbeit mit interessierten Lehrerinnen und Lehrer Unterrichtskonzepte zur Methode “Flipped Classroom” konzipiert und umgesetzt und mit dem Design-Based-Research-Ansatz wissenschaftlich begleitet. Die Unterrichtseinheiten werden theoriegeleitet geplant und anschließend im Rahmen des regulären Unterrichts von den Lehrer*innen umgesetzt. Während des Unterrichts und danach werden mit wissenschaftlichen Methoden (wie beispielsweise Unterrichtsbeobachtung, Interviews und Befragung per Fragebogen) Daten erhoben, um die Wirkung der eingesetzten Medien und Methoden zu erfassen. Aus den erhobenen Daten werden u.a. Verbesserungsmöglichkeiten gewonnen, die in einem anschließenden Zyklus in die Unterrichtseinheiten eingearbeitet werden.

Das Projekt wird von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in Kooperation mit der Bertelsmann-Stiftung und dem Berliner Unternehmen sofatutor durchgeführt.

Projektwebsite: Flip your class!

Personen: Julia Müter und Christian Spannagel

Fernerkundungseinsatz an der Schule

Faszination Satellitenbilder – mit Hilfe von Fernerkundungstechnologien können Schülerinnen und Schüler die Welt mit den Augen eines Satelliten sehen.

Das Forschungsprojekt ist in das Projekt Die Erde verstehen lernen – Einsatz moderner Satellitenbildtechnologie zur Erdbeobachtung für Jugendliche (Space4Geography) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg innerhalb der Abteilung Geographie eingebunden. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird ein Lernmodul zum Thema „Leben an und mit dem Vulkan“ entwickelt, evaluiert und optimiert. Das Lernmodul wird dabei zwei Test- und Optimierungszyklen unterzogen. Die Evaluation und Verbesserungsvorschläge werden mit Hilfe von Feedbackbögen und Gesprächen mit den Schülerinnen und Schülern, sowie den beteiligten Lehrkräften erfasst und eingearbeitet.

Projekttitel: Wissenschaftlich basierte Entwicklung eines Lernmoduls zum Fernerkundungseinsatz an der Schule

Projektbeteiligte: Das Forschungsprojekt wird von Tobias Gehrig (Wissenschaftliche Hilfskraft in der Abteilung Geographie und Masterstudent der Bildungswissenschaften im Profil Fachdidaktik mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften) durchgeführt. Prof. Dr. Alexander Siegmund, Dr. Nils Wolf und Vera Fuchsgruber, M.Sc. betreuen das Forschungsprojekt. Die Masterarbeit wird von Prof. Dr. Alexander Siegmund und Dr. Raimund Ditter betreut.

Bild: Der Ätna von oben (Quelle: BLIF)

Die umgedrehte Mathevorlesung

Wie können Mathematikvorlesungen verändert werden, dass sie studierendenzentriert sind?

Seit mehreren Jahren wird an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das Konzept der umgedrehten Mathematikvorlesung weiterentwickelt. Dieser liegt die Methode Flipped Classroom zu Grunde: Die Studierenden bereiten sich mit digitalen Lernmaterialien (Videos, Aufgaben, …) auf die Vorlesung vor. In der Präsenzveranstaltung (die dann nicht mehr “Vorlesung” heißt, sondern “Plenum”) können dann gemeinsam Fragen beantwortet, vertiefende Fragen diskutiert und Aufgaben gelöst werden. In mehreren Zyklen wurde das Konzept im Rahmen der Arithmetik-Vorlesung an der PH Heidelberg weiterentwickelt.

Mehr Informationen zum Projekt: Die umgedrehte Mathematikvorlesung
Personen: Christian Spannagel